Erfahrungen im Radverkehr - Interview mit Svenja

Gefahrensituationen auf dem Fahrrad

Viele Menschen sind leidenschaftliche Radfahrer und wurden leider schon oft unfreiwillig in gefährliche Situationen im Straßenverkehr verwickelt. Leider sprechen viel zu wenig Fahrradfahrer offen über ihre Unfälle, Verletzungen oder Gefahrensituationen die sie im Straßenverkehr erlebt haben. Doch wir möchten die Geschichten dieser Menschen auf unserer Homepage veröffentlichen, um ihnen ein Gesicht zu geben. Außerdem wollen wir damit andere Radfahrer ermutigen und sensibilisieren, sich nicht zu verstecken und auf Gefahrensituationen richtig zu reagieren. 
 
Dazu befragen wir momentan deutschlandweit Radfahrer, wie sie den Alltag auf dem Fahrrad meistern, was für Situationen sie schon erlebt haben und mit welchen Gefahrensituationen sie schon konfrontiert wurden. Wir wollen herausfinden, wie unterschiedlich die Fahrradfahrer mit solchen Erlebnissen umgehen und was sie Alltagsradlern mit auf den Weg geben wollen. Hier findet ihr einzelne Portraits dieser Radfahrer. Wenn auch du schon einmal auf dem Fahrrad in eine Gefahrensituation verwickelt wurdest, dann melde dich doch bei uns (info@dashbike.de).
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Hierzu haben wir mit Svenja ein Interview über ihre gefährlichen Erfahrungen im Straßenverkehr geführt. Im Folgenden wollen wir euch zeigen, wie sie unsere Fragen beantwortet hat und vor allem wie sie die Sicherheit von Fahrradfahrern im Straßenverkehr beurteilt. 
 
Sie selbst zählt sich zu der Kategorie der Mountainbiker, Rennradler und Pendler. Innerhalb eines Jahres legt sie mehr als knapp 4000 Kilometer auf dem Fahrrad zurück. Wer fast täglich auf dem Fahrrad im Straßenverkehr unterwegs ist hat schon eine Menge gesehen und erlebt. 
 
Auch Svenja beschreibt, dass sie leider schon oft gefährlichen Situationen ausgesetzt war und auch schon einmal selbst Opfer eines Verkehrsunfalles in Israel wurde. Diese Gefahrensituationen und auch den Unfall führt sie auf zu enge Überholmanöver seitens der Autofahrer zurück. Sie beschreibt, dass die Autofahrer entweder zu spät ausgeschert oder viel zu früh wieder eingeschert haben. Teilweise kommt es im Straßenverkehr fast zu keinem merklichen Überholvorgang und die Autos fahren einfach am Radfahrer vorbei ohne ihn überhaupt als solchen registriert zu haben. In solch brenzligen Situationen muss man als schwächerer Verkehrsteilnehmer schnell reagieren und von der Straße ausweichen, um sich vor einer möglichen Kollision zu schützen.
 
Doch worauf lassen sich diese Gefahrensituationen zurückführen? Liegt es beispielsweise an der Infrastruktur oder auch an der Ungeduld vieler Autofahrer?
 
Svenja denkt, dass brenzlige Situationen oft durch Unwissenheit seitens der Autofahrer verursacht werden. Viele Autofahrer wissen bis heute nicht, dass man mit einem gewissen Abstand überholen sollte und haben auch keine Ahnung, welche Auswirkung der dadurch erzeugte Sog auf den Radfahrer haben kann.
 
Doch manchmal steckt ihrer Meinung auch Abneigung oder Unmut auf die Fahrradfahrer dahinter, der daher rührt, dass man durch einen Radfahrer zu einer wesentlich langsameren Fahrweise gezwungen wird. Dies hat sie vor allem im süddeutschen Raum erlebt, während sie in einer Rennradgruppe gefahren ist. Dort stößt die Fahrt in der Gruppe oft auf wenig Gegenliebe, da man die von den Autofahrern „bezahlte“ Straße nutzt und besser auf die Radwege ausweichen sollte. Leider ist das aufgrund des schlechten Zustands der Radwege oft unmöglich.
In Israel hingegen scheint es ihr hingegen so, dass die Autofahrer gar nicht wüssten, was ein Fahrrad ist und wie man dieses Verkehrshindernis überholen sollte. Dort hat sie bisher keine genervten, sondern eher mit der Situation überforderten Autofahrer erlebt.
 
In wie weit haben die erlebten Gefahrensituationen das eigene Fahrverhalten beeinflusst oder sogar verändert?
 
Svenja haben diese Erlebnisse und auch gerade der Verkehrsunfall sehr geprägt. Seit ihrem Unfall hat sie große Probleme sich auf dem Fahrrad im Straßenverkehr zu bewegen, weshalb sie auch mittlerweile lieber Mountainbike fährt. Nach mehrmaligen Versuchen doch noch das Rennrad zu nutzen, hat sie immer mehr Angst bekommen, sodass sie nun nicht mehr in Israel Rennrad fahren möchte. In Deutschland wird sie das Rennrad fahren nochmals versuchen, aber auch dort musste sie nach ihrem Unfall schon die ein oder andere gefährliche Situation erleben.
 
Gab es auch schon so gefährliche Situationen im Straßenverkehr, dass die Polizei hinzugezogen wurde?
 
In Deutschland verspürte Svenja schon sehr oft das Bedürfnis die Polizei in einer brenzligen Situation hinzuzuziehen. Doch es scheiterte sehr oft daran, dass man sich in der kurzen Zeit und Schrecksekunde gar nicht das Kennzeichen des Autofahrers merken kann. Eine Anzeige ihrerseits wird momentan von der Polizei bearbeitet, jedoch fühlt sie sich dort von Seiten der Polizei als Radfahrer nicht verstanden.
 
#1.5keepsmealive #dashbike

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